Fachtexte

Auszüge aus
 
Martin Hagemeyer: Zum Pazifismus in der Weimarer Republik: Die Schriftsteller Armin T. Wegner und Kurt Hiller, Magisterarbeit (2007)

 

 

II.5.2. Die Kriegsbriefe
 
Von seinen Kriegserlebnissen und -eindrücken berichtet Wegner in Briefen, die er nach dem Krieg in der Sammlung „Der Weg ohne Heimkehr“ veröffentlicht hat; eine Auswahl aus diesen findet sich im Band „Das Zelt“, der außerdem Teile aus seinen Büchern „Im Hause der Glückseligkeit“ und „Türkische Novellen“ enthält.
So berichtet er im Brief vom 29. 3. 1916[1] vom Sterben des Stabsarztes, in dessen Begleitung er in Bagdad war. Nachdem dieser an Fleckfieber und der Ruhr erkrankt war, hielt Wegner sich tage- und nächtelang in seinem Zimmer auf. Er schildert, wie der Tod näher kam: „mir war, als entfernte sich dieses Bett [des Arztes, M. H.] mit immer größerer Schnelligkeit von mir, mich zu immer schnellerem Laufe anspornend.“[2] Schließlich verlor der Kranke die Fähigkeit, zu sprechen. Bald „fuhr der letzte Atem mit einem widerlichen Geräusch, glucksend wie Spülwasser, aus dem Munde des Sterbenden aus“[3]. Nach dem Tod des Arztes wurde Wegner ergriffen vom „Gefühl des Lebens: daß ich noch bin! daß die Erde noch mein ist!“[4] und peinigte sich mit der Frage nach der Stunde seines eigenen Todes: „wann du? wann du?“[5] Seine Haltung wird verbittert-nihilistisch, wenn er seiner Verzweiflung über das vielfache Sterben um ihn mit den Worten Ausdruck gibt: „Lohnt es denn zu leben in einer Welt, die von nichts als dem Atem der Verwesung erfüllt ist? Lohnt es denn noch zu sterben in einer Zeit, wo selbst der Tod unwichtig oder billig geworden ist wie eine geringe Münze?“[6]
Das Schreiben „Letzter Brief an die Eltern, Brüder, Freunde, Mitmenschen, Geliebten“[7] vom 18. 4. 1916 verfasste Wegner zu einer Zeit, als er mit seinem baldigen Tod rechnete. Er hatte Feldmarschall von der Goltz gepflegt, der wie zuvor der Stabsarzt an Fleckfieber litt und daran starb. Dann packte auch Wegner die Krankheit. Nach Nächten des Zweifelns gelangte er zu der Gewissheit, er werde daran sterben. Er akzeptierte diese Aussicht mit „fast einer stillen Heiterkeit“: „Auch der Tod ist nur eine Gedankenüberlegung, eine andre Art zu leben. Wer ihn einmal geistig überwand, den kann er nicht mehr erschrecken.“[8] Er ist vom „Gedanken des Sterbens erfüllt“ und malt sich aus, wie er sterben werde:
Losgerissen wird meine Seele durch alle Räume der Erde flattern, als triebe ich im Südsturm, der die
Wellen des Tigris peitschend auftürmt, auf einer führerlosen Kuffe [ein Boot, M. H.], inmitten des
wütenden Stromes ganz alleine durch die unendliche Verlassenheit dieses Landes dem Meere zu, dessen Rauschen mich mit Gesang begrüßt.[9]
Er ruft sich Freunde, Geliebte und seine Mutter ins Gedächtnis und bedauert seine Vergänglichkeit: „Welcher Teil meines Leibes, meiner Seele blieb an Euch haften?“[10] Seine letzten Gedanken, so schreibt er, richteten sich aber auf die Zukunft der Menschheit, der sein Leben geopfert worden sei – indem er in ihrem Dienst sterbe. Schwer an seiner Todesstunde sei vielleicht nur, dass er der Welt keinen Dank zurückgeben und zeigen könne, was er für sie vermocht habe, „für dich, du vielgestaltete unendliche Masse der Völker, die du, im Elend und im Glücke leidend, an deinen Herrschern zugrunde gehst, dich in deinen Kriegen verblutest.“[11] Er verabschiedet sich von den „Geliebten“ mit den Worten: „Zum letzten Male grüßt Euch Euer Sohn, Bruder, Freund und Mitmensch Armin Wegner, im Dienste der Menschheit sterbend an der Unersättlichkeit des Lebens.“[12]
 
 
Wegners Briefe aus dem Krieg dürften mit der Absicht einer späteren Veröffentlichung verfasst worden sein.[13]um das Erlebte nachvollziehbarer und berührender zu machen. Demnach waren sie von vorne herein an ein breites Publikum gerichtet. Umso mehr stellt sich die Frage nach ihrer Intention: Anders als im Fall ausschließlich privater Adressaten kann man aus Sicht der linguistischen Pragmatik bei auch an die Öffentlichkeit gerichteten Äußerungen Funktionen des Gesagten annehmen, die über solche wie das Sich-Aussprechen oder das Pflegen sozialer Kontakte hinausgehen. Eine Möglichkeit wäre die Vermutung, Wegner habe auf diese Weise öffentlich seiner Kriegsgegnerschaft Ausdruck geben und für die Sache des Pazifismus werben wollen. Ein Blick auf Form und Inhalt der Darstellung spricht dagegen: Wegner bietet keinen bloßen Bericht der Kriegsereignisse, sondern verlagert die Aufmerksamkeit auf innere Vorgänge wie die Reflexion über den Tod. Damit abstrahiert er vom unmittelbaren Geschehen vor Ort. Daneben bewirkt die Verinnerlichung Distanz zu den übergeordneten Umständen des Krieges: „Ein idealistischer Subjektivismus wendet sich nach innen, um sich von allen gesellschaftlichen Bedingungen zu lösen.“[14] Abstraktion und Subjektivierung sind zwar auch denkbare Mittel im Dienst pazifistischer Werbung, doch legt ihr Vorkommen eher nahe, dass es Wegner nicht um solche gesellschaftliche Wirkung zu tun war. Zudem fällt auf, dass er für die Darstellung seiner seelischen Zustände ausgiebig Mittel wie metaphorische Sprache einsetzt, so im oben wiedergegebenen Brief über die Todesahnung. All dies ermöglicht die Aussage: Wegner intendiert und vollzieht Literarisierung seiner Erlebnisse, gemäß dem Grundsatz: „Briefe, insoweit sie Elemente und Momente ästhetisch wirksamer Formung [...] enthalten, gehören [...] zur Literatur“[15]. Allerdings scheint ihm dies kein Selbstzweck zu sein; vielmehr entsteht der Eindruck, er habe damit die Eindringlichkeit seiner Äußerungen steigern wollen,
An dieser Stelle sei in Zusammenhang mit der Frage nach der Intention von Wegners Briefen ein Wort zu deren literaturtheoretischer Einordnung gestattet. Reinhard M.G. Nickisch führt in seiner Monografie über die Gattung „Brief“ den Begriff der „uneigentliche[n] Verwendung der Briefform“ ein, die er folgendermaßen definiert:
Wird die pragmatische Textsorte/Textklasse Brief in den Dienst nicht-pragmatischer oder ersichtlich
literarisch-künstlerischer Intentionen gestellt – zwecks Konstitution einer fingierten oder fiktionalen
Wirklichkeit, so ist von einer ,uneigentlichen¢ Verwendung des Briefes oder brieflicher Formen zu
sprechen.[16]
 Eigentlich ist dabei die primäre Verwendung, uneigentlich die sekundäre. Mögliche Merkmale der Uneigentlichkeit sind demnach Fingierung der Briefsituation, unter anderem durch Einbau eines nicht realen Absenders oder Empfängers, sowie die Einbeziehung einer Öffentlichkeit durch Publizierung oder deren Einplanung bei der Niederschrift.[17] Letztere wurde oben für die Kriegsbriefe Wegners ja angenommen – sie wären also uneigentlich. Eine Abgleichung mit der zitierten Definition lässt diese aber problematisch, genauer gesagt unvollständig, erscheinen. Die für uneigentliche Verwendung der Briefform unterstellten „nicht-pragmatischen [...] Intentionen“ sind für Wegners Briefe zwar dann gegeben, wenn ihnen, wie gerade geschehen, das Ziel der Literarisierung zugeordnet wird. Doch auch bei der verworfenen Möglichkeit, ihre Absicht sei pazifistische Propaganda gewesen, sollte von uneigentlicher Verwendung der Briefform gesprochen werden können. Beide Varianten – das Streben nach Kunstproduktion und das nach Friedenswerbung – sind nämlich Intentionen, die die Briefform als Mittel einsetzen, sie letztlich instrumentalisieren. Die Friedenswerbung ist dabei eben keine künstlerische, sondern eine pragmatische Intention, allerdings – und das ist entscheidend - eine von der offenkundigen, nämlich der Informierung des Briefpartners, abweichende. Daher soll hier vorgeschlagen werden, die Definition der Uneigentlichkeit zu erweitern: Uneigentlich ist die Verwendung brieflicher Formen demnach dann, wenn (unter Beibehaltung der Diktion Nickischs) die pragmatische Textsorte bzw. Textklasse Brief in den Dienst nicht-pragmatischer, ersichtlich künstlerischer oder aber anderer pragmatischer Intentionen gestellt wird. - Der Zusatz „zwecks Konstitution einer fingierten oder fiktionalen Wirklichkeit“ entfiele, weil dieser Zweck bei pragmatischen Intentionen nicht gegeben ist.
 
 
III.5.2. Bruch oder Kontinuität?
 
Das Ergebnis des Vergleichs zwischen Hillers Texten „Linkspazifismus“ und „Militanter Pazifismus“ ist frappierend: In allen herausgestellten Aussagen ergibt sich ein direkter Widerspruch. Die Annahme liegt nahe, dass Hiller zwischen 1920 und 1927 eine innere Wandlung vollzog, die ihn zentrale Überzeugungen revidieren ließ. Die Literatur unterstützt diese Vermutung. Friedrich-Karl Scheer sagt nach der Erwähnung eines zunächst bedingungslosen Pazifismus Hillers: „Hiller verließ bald die extreme Position. Spätestens seit Mitte der zwanziger Jahre vollzog sich eine Achsendrehung seiner Theorie.“ Er gibt Hillers nun vertretene Meinung vom Sozialismus als Voraussetzung für Pazifismus wieder und stellt heraus: „Aus dem veränderten Kausalnexus von Pazifismus und Sozialismus ergab sich ein Wandel in der Mittel-Zweck-Relation. [...] Die Gewalt wurde als Mittel nicht mehr verworfen.“[19] Ähnlich äußert sich Reinhold Lütgemeier-Davin in seiner Rezension zu Stephan Reinhardts Werkauswahl: Die von diesem ausgewählten Schriften Hillers zeigten diesen unter anderem „als Propagandisten der Kriegsdienstverweigerung, der Mitte der zwanziger Jahre am Prinzip der Gewaltfreiheit zu zweifeln begann“[20]. Es wird nicht klar, auf welche Texte bei Reinhardt er sich dabei bezieht; den Artikel „Militanter Pazifismus“ enthält die Ausgabe nicht. In deren Vorwort sagt Reinhardt allerdings: „[S]päter revidiert er [Hiller, M. H.] sich: er läßt das ,Mittel’ Gewalt zu, insofern es geeignet ist, das übergeordnete Ziel der wahren Humanität und Gewaltlosigkeit zu erreichen“[21]. Lütgemeier-Davins eigene Monografie zum Deutschen Friedenskartell gibt im Kapitel zur Gruppe Revolutionärer Pazifisten (GRP) keine Auskunft zum Zeitpunkt einer Wandlung Hillers; das erklärt sich aus seinem Ansatz, der sich synchron für die Ausrichtung der pazifistischen Organisationen interessiert, nicht diachron für einen möglichen Gesinnungswandel ihrer Mitglieder. An anderer Stelle aber findet sich hier eine bemerkenswerte Angabe, nämlich im Anmerkungsapparat zum Thema des von Armin T. Wegner mitgegründeten „Bundes der Kriegsdienstgegner“. Dort widerspricht Lütgemeier-Davin Hillers Aussage, dieser habe sich dem Bund nicht angeschlossen, und fügt hinzu: „Erst 1922 trat er nach eigenen Angaben aus dem BdK aus, weil er sich vom Prinzip der Gewaltfreiheit lossagte.“[22] Er beruft sich dazu auf undatierte [18]Bemerkungen Hillers zu Zeitschriftenartikeln von 1927 – die Information stammt also frühestens aus diesem Jahr. Es fehlen Auskünfte darüber, ob diese Distanzierung im Rahmen des Sozialismus vor sich ging. Rolf von Bockel nun spricht von „Hillers Wandel vom ,radikalen’ zum ,revolutionären’ Pazifisten. Dazu neben Scheer auf Lütgemeier-Davins Kapitel zur GRP zu verweisen, wie es von Bockel tut, ist dabei unpräzise; dieser befasst sich wie gesagt dort nicht mit einem Wandel Hillers, sondern stellt den ideologischen Zustand der Gruppe dar. Auch deutlicher als Scheer stellt von Bockel heraus, dass der Prozess Hillers hin zur Gewaltbejahung mit seinem Übergang zum Revolutionären Pazifismus einherging.[24] Geht man davon aus, dass er diesen mit der Gründung der GRP 1926 identifizierte, so ergibt sich nach Bockel eine Datierung von Hillers Schwenk zur Gewalt in diesem Jahr. Jedenfalls nimmt auch er „Mitte der zwanziger Jahre“[25] als Zeitraum dafür an. Harald Lützenkirchen schließlich behauptet: „Hillers absolutpazifistische Phase – unter dem unmittelbaren Eindruck des 1.Weltkrieges entstanden – begann bereits 1920 durch Beobachtung von Greueltaten während des Kapp-Putsches zu bröckeln und war 1923 grundsätzlich überwunden“[26]. Auf welche Belege der Autor sich hierbei bezieht, bleibt unerwähnt. Jedenfalls motiviert Lützenkirchen den Anstoß zu Hillers Abkehr vom absoluten Pazifismus mit einem äußeren Ereignis, dem Kapp-Putsch, und nicht im Kontext des Sozialismus; Hillers Beschäftigung mit diesem behandelt er separat in eigenen Abschnitten. Mangels Quellenangaben bei Lützenkirchen kann dieser Spur hier nicht nachgegangen werden. Damit [23]widerlegt sie nicht die in der vorliegenden Arbeit vertretene Ansicht, dass Hillers Wendung zur bedingten Gewaltbejahung im Kontext des Sozialismus vor sich ging. .
 
Die herangezogene Forschung setzt einen Wandel Hillers im Rahmen des Sozialismus bzw. des revolutionären Pazifismus also frühestens 1922, ansonsten wiederholt Mitte der zwanziger Jahre an. Die frühe Angabe stützt sich dabei auf eine mehrere Jahre danach geäußerte Aussage Hillers. Bei der frühen Angabe kann zudem nicht sicher gesagt werden, ob sie ihn mit sozialistischen Vorstellungen motiviert.
Tatsächlich ist dies aber nicht die frühestmögliche Datierung. Vielmehr findet sich an etwas entlegener Stelle schon 1920 eine kurze Stellungnahme Hillers, die Gewalt im sozialistischen Kampf letztlich gutheißt. Es handelt sich um eine Nachbemerkung Hillers zum Text „Die Verbrechen der Stunde – Die Verbrechen der Ewigkeit“ von Armin T. Wegner im vierten „Ziel“-Jahrbuch. Hier kommentiert Hiller in seiner Eigenschaft als Herausgeber den absolutpazifistischen Aufsatz Wegners kritisch. Zunächst spricht er das „Problem der Kollektivnotwehr einer vergewaltigten Schicht“[27] an und gibt das Beispiel des Kapp-Putsches (es könnte sich um Lützenkirchens ungenannte Quelle handeln). Er fragt, ob bei einer solchen Gefahr das Volk nicht mit Gewalt aktiv werden müsse, und stellt dazu fest: „Es ist ein Problem (für Pazifisten, für Lebensheiliger das verflixteste); es muß durchwrungen werden.“[28] Er sieht also die Frage der Notwehr einer Gemeinschaft als schwierigstes Dilemma für den Pazifismus und legt, wenn auch nicht explizit, nahe, sie zu bejahen. Noch etwas unauffälliger, aber entscheidender folgt in dieser Anmerkung eine Äußerung zum Bürgerkrieg um den Sozialismus. Hiller schreibt, weiter zu Wegner: „Was den Bürgerkrieg anlangt, so versteht es sich für unsereinen von selbst, daß wir ihn nicht minder entschieden verwerfen als den Staatenkrieg und daß wir gegen ihn zu predigen haben; bricht er indes, allen pazifistischen Beschwörungen zum Trotz, einmal los, so müssen wir wissen, auf welche Seite wir gehören – wir, das heißt unser Herz, vielleicht sogar unsre Hand. (Ob auch die Hand, wird dann keine Frage der Ethik mehr, sondern eine Frage des Naturells sein.)“[29] Hier fordert Hiller nicht nur Parteinahme in einem möglichen Bürgerkrieg für die sozialistische Seite, sondern hält auch gewaltsame Beteiligung daran für möglich: Die Worte „vielleicht sogar unsre Hand“ stehen, metaphorisch kaum verhüllt, für eine Zustimmung zu physischer Gewalt gegen Gegner der Revolution. Die Klammerbemerkung erteilt dieser mit sophistischer Differenzierung die moralische Legitimation: Derartiges Handeln falle gar nicht mehr in den Bereich der Ethik; ob man es im gegebenen Fall praktiziere, hänge nur noch vom „Naturell“ ab – das verlagert die Entscheidung für oder gegen Gewaltanwendung in den Bereich der Psychologie und damit ins Ermessen des Einzelnen.
Diese Aussagen sind so bemerkenswert wegen ihres Zeitpunktes: Im selben Jahr hielt Hiller seine Rede „Linkspazifismus“, in der er revolutionäre Gewalt ablehnte, sogar wenn sie dem Pazifismus diene (mangels monats- oder gar tagesgenauer Datierung kann nicht festgestellt werden, ob die Äußerungen vor oder nach dieser Rede geschahen). Vom Vorjahr 1919 stammen weitere Zeugnisse einer uneingeschränkten Ablehnung tödlicher Gewalt. Im dritten „Ziel“-Jahrbuch hatte Hiller seinen „Anti-Kain“ veröffentlicht: ein kompromissloses Programm der Lebensheiligung, in dem es heißt: „[L]ieber noch ewige Ungerechtigkeit über Alle, als Tötung auch nur eines Einzigen!“[30] Im gleichen Band entgegnete er Hans Koch-Dieffenbach, dem Verfasser eines Dialogs, in dem bolschewistischer Gewalt das Wort geredet wurde: Zwar müsse man für den Kommunismus kämpfen, aber nicht mit Waffen; „ich achte mein eignes Glück geringer als mein Leben, und habe daher kein Recht, um fremden Glückes willen über das Leben anderer zu verfügen.“[31]
Dass Hiller so zeitnah eine entschieden abweichende Meinung vertrat, bekräftigt die Diagnose, die schon die erwähnte spätere Datierung nahe legte. Wann immer man die Änderung ansetzt – Mitte der zwanziger Jahre oder, wie gezeigt, schon 1920 –, lässt die Diskrepanz logisch zwei divergierende Schlüsse zu. Entweder vollzog sich hier ein radikaler Gesinnungswandel Hillers, nach der hier vertretenen Annahme sogar innerhalb eines Jahres, oder aber es gab von vorne herein eine Kontinuität in dieser Frage, die nun lediglich offen zutage trat. Unbestreitbar ist, dass sich Hiller sehr unterschiedlich zu revolutionärer Gewalt äußerte. Darum von einer Zäsur auszugehen, die zwei diametral entgegengesetzte Abschnitte in Hillers Ideengeschichte klar trenne, erscheint aber zweifelhaft.
Tatsächlich gibt es Aspekte des Problems, zu denen Hiller vorher wie nachher kohärente bzw. zumindest vereinbare Positionen vertrat. Dazu gehört die Frage des Heroismus. Das Prinzip der Selbstbestimmung, das Hiller schon in seiner Dissertation beim Thema Selbstmord vertrat, führte er zu diesem Punkt schon 1920 im absolutpazifistischen Text „Linkspazifismus“ ins Feld. Wie in Kapitel III. 3. ausgeführt, geht es ihm vor allem um den Wehrzwang; zum Kriegstod Freiwilliger sagt er dagegen: „Der Staat hat vernünftigerweise dem Individuum das Recht zu gewähren, über den eigenen Körper zu verfügen, [...] und auch das Recht der Verfügung über den Körper anderer Individuen mit deren Einwilligung.“[32] Auch wenn Hillers Endurteil über diese Art Krieg dennoch negativ ausfällt, sieht er freiwilligen Einsatz des Lebens differenziert. Wenn er dann 1927 in „Militanter Pazifismus“ für kriegerisches Engagement eintritt, so kann man seine Haltung formal als Anknüpfung an diese Differenzierung ansehen. Er beharrt konsequent darauf, den Zwang zu verwerfen. Den Unterschied ergibt die Gewichtung: Im früheren Text behandelte er den Freiwilligenkrieg als Sonderfall im Rahmen der Argumentation gegen die Wehrpflicht. Der spätere stellt als Sonderfall eher den Krieg Gezwungener heraus, im Rahmen der Parteinahme für den revolutionären Krieg. Was dort eher beiläufig für möglich erklärt (letztlich übrigens doch abgelehnt) wurde, wird hier zur Regel. Denselben Aspekt baut Hiller also in entgegen gesetzte Konzepte ein. Beim Thema Freiwilligenkrieg ist daher nicht von einem Bruch zu sprechen, sondern von einer bedeutsamen Akzentverschiebung ohne direkte Widersprüchlichkeit. (Wie man die Befürwortung der Aufopferung auch immer beurteilen mag: Ein wichtiger Schwachpunkt dieses Gedankens aus pazifistischer Sicht ist es, dass der individuelle Gegner im Krieg hier keiner Achtung gewürdigt wird. Die Einschränkung des Kriegsbetriebes gilt nur für das Getötetwerden, zu dem niemand gezwungen werden dürfe, nicht für das Töten. Das eigene Leben wird als schützenswert dargestellt, das des feindlichen Kriegers nicht. In „Linkspazifismus“ hatte Hiller noch beiderseitige Freiwilligkeit voraus gesetzt und außerdem im weiteren Verlauf des Textes das Töten anderer klar zurückgewiesen.)
Eine gewisse Kontinuität findet sich auch bei der Frage der pazifistischen Relevanz des Sozialismus. Zwar gibt Hiller in „Militanter Pazifismus“ gegenüber „Linkspazifismus“ ein umgekehrtes Verhältnis von Sozialismus und Pazifismus an (siehe oben). Doch in „Anti-Kain“ von 1919 heißt es: „Der radikale Pazifist (den ich mir nur vorstellen kann als einen Bekämpfer des Unrechts und der Machtpolitik auch im Wirtschaftlichen, will sagen des Kapitalismus) sitzt im Menschheitsparlament links vom Bolschewik.“[33] Zwar positioniert er hier den Friedenskämpfer links vom Kommunisten, und das heißt (zumindest) für Hiller: moralisch über ihm, doch behauptet er schon hier auch eine Zusammengehörigkeit von Pazifismus und Sozialismus.
Übereinstimmung gilt schließlich ebenfalls für „Gewalt“ als Bezeichnung für entschiedenes Vorgehen, das das Leben nicht antastet – dieser stimmt Hiller früher wie später zu. So heißt es schon in seinem Kommentar zu Koch-Dieffenbach von 1919:
Kein Wort gegen die Diktatur der ausgebeuteten Klasse über die ausbeutende, der Diktatur zur Tilgung uralten Unrechts, zur Abtragung infamer Privilegien, zur Ebnung des Bodens, zur Schaffung der gleichen Grundlage; kein Wort gegen die Besetzung von Redaktionen und Lehranstalten, gegen die gewaltsame Entfernung geistfeindlicher, geschichtsfälschender, lügender, haßvoll-hetzvoll-konterrevolutionärer Zeitungs- und Schulmeister![34]
Schon hier bedeutet Gewaltverzicht für ihn also nicht, jede aggressive Handlung zu unterlassen, sondern beschränkt sich auf die Achtung des Lebens selbst. Und im Kommentar zu Wegner 1920 (also im Zuge seiner Bejahung der vielleicht gewaltsamen Teilnahme am Bürgerkrieg) verweist er zustimmend auf Rudolf Leonhard, der im gleichen „Ziel“-Band schreibt: „Ich bin für Gewalt und muß für Gewalt sein, weil ich für Revolution bin“[35], aber dann präzisiert: „Jede Gewalt [...], die Leben und Gesundheit nicht antastet, ist erlaubt, wenn sie nötig ist“[36]. Wieder kann man von einer Akzentverschiebung sprechen: 1919 stellte er relative Gewaltmittel noch als Ausnahme von der Regel der Gewaltlosigkeit dar; 1920 ordnet seine Bezugsquelle die Vernichtung von Leben als Ausnahme vom Grundsatz ein, Gewalt sei legitim.
So gesehen wandelt sich Hiller zwar dezidiert in der Konsequenz aus seinen Gedanken zum Komplex Sozialismus und Gewalt. Doch zentrale Grundforderungen wie die Beschränkung des Krieges auf Freiwillige oder die nur maßvolle Gewaltanwendung werden nicht gestrichen, sondern seinen inzwischen vertretenen Meinungen angepasst. Das soll seine Befürwortung von Gewalt für den Sozialismus nicht verteidigen. Eine mögliche Folgerung wäre sogar, dass seine spätere Haltung als Inhumanität schon von vorne herein angelegt ist.
 
Hillers Bejahung revolutionärer Gewalt relativiert seine vorher nachdrücklich vertretene Maxime von der Absolutheit des menschlichen Lebens. Absolut setzt er nun den Sozialismus. Sein teleologisches Denkmodell nutzt er als Hilfskonstruktion, um diesem Prioritätenwechsel Geltung zu verschaffen.
 
[…]
 
 
 
 
IV. Vergleichende Schlussbetrachtung
 
Armin T. Wegner und Kurt Hiller verbindet eine persönliche Beziehung ebenso wie das Engagement für den Pazifismus. Zunächst soll es nun um Kontakte der beiden gehen.
Zwei Zitate mögen die zumindest zeitweilige Freundschaft illustrieren. Hiller schrieb über Wegner:  
[I]ch muss einen Kameraden, der, trotz gelegentlich recht scharfer sachlicher Zusammenstösse [sic] mitmir, das Bewusstsein des Gemeinsamen, uns Verbindenden nie verliert und mir immer wieder Beweise der Freundschaft (quand même) gibt, über das Sachliche hinaus persönlich sehr schätzen.[37]
Wegner schrieb über Hiller: „Mit seinen klugen, durchdringenden, doch nicht ungütigen Augen und durch die Trefflichkeit der Worte gleicht er mehr einem Gelehrten.“[38]
In Berlin lernten sich Wegner und Hiller als Studenten der Rechtswissenschaft bei Franz von Liszt kennen.[39] Beide zählten sich außerdem zum literarischen Expressionismus und verkehrten in dessen Treffpunkt „Café des Westens“.[40] Hier begann eine Bekanntschaft, die bis in die sechziger Jahre hinein zumindest nicht gänzlich abriss. Das belegt ein Konvolut an Briefen in Wegners Nachlass, das insgesamt 18 Schreiben Hillers enthält und die Jahre 1913 bis 1966 umfasst. Unter anderem thematisiert er dort Texte von Wegner und anderen und schlägt Treffen mit ihm vor. Interessant sind zwei Briefe über die Nazizeit: 1953 kritisierte Hiller die Einschätzung, die deutsche Emigration sei eine „geistige Erscheinung“ gewesen, und verwies auf das Opfertum.[41] Im Folgejahr wies er Wegners Kommentar dazu zurück, der Hillers Kritik „psychologisierend“ gedeutet habe. Sehr scharf wurde Hiller, als er Wegner Tatenlosigkeit gegen die Nazis vorwarf und dabei auch auf den Brief an Hitler einging: Dieser sei tapfer gewesen, wegen seiner Naivität aber „belachenswert“.[42] Später wurde der Ton aber wieder freundlicher.
Ein Berührungspunkt der beiden ist der „Politische Rat geistiger Arbeiter“: Wegner trat der von Hiller im Zuge der Novemberrevolution gegründeten und geleiteten Gruppe bei. Außerdem verfasste er einige Beiträge, die in Hillers „Ziel“-Jahrbüchern erschienen, nämlich „Genug vom Kriege!“ („Ziel“ 3, 1919), „Menschenrecht“ und „Die Verbrechen der Stunde – die Verbrechen der Ewigkeit“ (beide „Ziel“ 4, 1920). Der „Bund der Kriegsdienstgegner“ wurde schon thematisiert: Hiller war 1919 zur Beteiligung an der Gründung vorgesehen; entweder lehnte er gleich ab, oder er leugnete die Teilnahme später (vgl. Kapitel II. 7.).
 
Der Pazifismus Wegners und derjenige Hillers haben Gemeinsamkeiten. Dazu gehört, dass beide sich zu kämpferischer Aktion bekennen – in ähnlicher Weise heißt es: „[N]icht gegen den Kampf wenden wir uns, den wir lieben, nur gegen den Krieg als eine längst veraltete und barbarische Form des Kampfes“[43] (Wegner) und „Es gibt nichts Köstlicheres als den Kampf; es gibt nichts Seligeres als den Sieg“[44] (Hiller). Dennoch passt die Bezeichnung „Polemiker“ besser zu Hiller, der sie auch selbst auf sich anwendet. Doch wird man nicht fehlgehen, wenn man beide pazifistischen Ansätze radikal nennt, nicht nur wegen der jeweils weit linken politischen Position, sondern auch wegen gemeinsam bevorzugter Mittel wie der Kriegsdienstverweigerung. Beide eint zudem die führende Tätigkeit in einer pazifistischen Organisation – dem Bund der Kriegsdienstgegner bzw. der Gruppe Revolutionärer Pazifisten – und damit der Wille, über die publizistische Ebene hinaus pazifistisch aktiv zu sein.
Andererseits sind Unterschiede nicht zu übersehen. Hiller ließ sich „Rationalist“ nennen und glaubte an die Kraft des Geistes, den Krieg zu beseitigen.[45] Wegner dagegen bezeichnete den Rationalismus als „[d]as Übel der Friedenslehre“[46] (vgl. Kapitel II. 6.). Das ist charakteristisch für beide: Ist für Hiller das Geistige von zentraler Bedeutung auch in der Politik, steht für Wegner die Emotion im Mittelpunkt. Sie ist es, die er in der russischen Revolution wirken sieht, und emotional geprägt sind auch seine pazifistischen Texte. Hier knüpft er an das pazifistische Vorbild seiner Mutter an und auch an Bertha von Suttner, die auf Gefühle allerdings durchaus berechnend abzielte. Für Wegner zentrale Begriffe wie „Liebe“ und „Barmherzigkeit“ wären bei Hiller undenkbar.
Eine vergleichbare pazifistische Entwicklung durchliefen beide insofern, als jeder von ihnen sich einmal vom Prinzip der absoluten Gewaltlosigkeit abwandte, und zwar in beiden Fällen motiviert mit der Befürwortung des Sozialismus bzw. Kommunismus. Hillers Wandlung erfolgte aber früher als die Wegners, und so gibt es eine Auseinandersetzung beider zum Thema Gewalt. Am 27. 6. 1921 sprach Hiller in einem Brief an Wegner von der Berechtigung zu töten, „um die geistesgemässe [sic] Gesellschaftsordnung zu ermöglichen“, und zählte sich dem „Endzielpazifismus“ zu, „aber nicht mehr dem pazifistischen Absolutismus!“[47] Am 2. 9. des Jahres antwortete ihm Wegner sichtlich schockiert: Er habe den Brief „mit tiefem Schmerz, wenn nicht mit Erschütterung“ gelesen und könne „nur den Kopf darüber schütteln“. Dennoch gab er seiner Hoffnung auf weitere Freundschaft Ausdruck, ließ aber keinen Zweifel daran, dass beide „in unseren geistigen Kämpfen gerade in dem, was uns bisher am meisten verbunden hat, wenigstens in gewissem Umfange Gegner geworden sind“.[48] Sieben Jahre darauf bekannte auch er sich zu revolutionärer Gewalt.
Trotz dieser bedauerlichen Wendung blieben Wegner wie Hiller je typischen Eigenschaften treu. Wegner orientierte sich stets an Menschlichkeit, Hiller kämpfte für das Ziel einer Idealgesellschaft – jeder von beiden sah sein Prinzip verwirklicht im Sozialismus, der ohne Gewalt nicht zu erreichen sei.
 
Armin T. Wegner und Kurt Hiller: Der eine ging an das Leben wie an den Friedenskampf instinktiv-emotional heran und schreckte, „lieber vehement als genau“[49], vor dem Ausgreifen in grenzenlose Dimensionen nicht zurück.[50] Der andere maß mit Kühle dem Geistigen den alles überspannenden Rang zu und setzte darauf, dass es auch den Frieden bringen werde. Und so lässt es sich auch als Aussage über beider Pazifismus verstehen, wenn Wegner im Alter rückblickend sagt:  
Seine [Hillers, M. H.] Schritte sind fest, zugleich bedachtsam, während der jüngere [Wegner, M. H.] mit weitausgreifenden, wie beschwingten Schritten, mit denen er bald die halbe Welt durcheilen wird, die verträumten Augen stets woandershin schweifen läßt. Der eine ist ein Weiser, der andere ein Wanderer.[51]
 
 
 
 


[1]Wegner: Zelt, S. 96-104.
[2]Ebd., S. 99.
[3]Ebd.
[4]Ebd., S. 100.
[5]Ebd.
[6]Ebd., S. 103f.
[7]Ebd., S. 105-109.
[8]Ebd, S. 106.
[9]Ebd., S. 107.
[10]Ebd., S. 108.
[11]Ebd., S. 108.
[12]Ebd., S. 109.
[13] Das schließt Rooney aus dem „affekthascherischen Ton“. Rooney: Leben, S. 214.
[14] Ebd., S. 219.
[15] Nickisch, Reinhard M.G.: Brief (Sammlung Metzler, Bd. 260), Stuttgart 1991; S. 96.
[16] Ebd., S. 19.
[17] Ebd., S. 21.
[18] Scheer, S. 407.
[19] Ebd., S. 408.
[20] Lütgemeier-Davin: Stephan Reinhardt (Hrsg.), Kurt Hiller: Politische Publizistik von 1918-33. Rezension, in: Historische Zeitschrift (hrsg. von Theodor Schieder und Lothar Gall), Bd. 239, München 1984, S. 226-227; hier S. 226.
[21] Reinhardt, S. XVII.
[22] Lütgemeier-Davin: Friedenskartell, S. 336, Fußnote 8.
[23] Bockel, S. 92.
[24] Ebd., S. 92f.
[25] Ebd., S. 93.
[26] Lützenkirchen, S. 108.
[27] Hiller, Kurt zu Wegner, Armin T.: Die Verbrechen der Stunde - Die Verbrechen der Ewigkeit, in: Ziel, Bd. IV, S. 165.
[28] Ebd.
[29] Ebd.
[30] Ders.: Anti-Kain, in: Ziel, Bd. III, S. 24-32; hier S. 25.
[31] Ders.: Nachwort von K. H., zu Hans Koch-Dieffenbach: Der Weg zum Bolschewismus, in: ebd., S. 58-62; hier S. 61 (Hervorhebung im Original).
[32] Hiller: Linkspazifismus, S. 29.
[33] Ders.: Anti-Kain, S. 24.
[34] Ders.: Nachwort, S. 61.
[35] Leonhard, Rudolf: Das Problem der Gewalt und der bürgerliche Pazifismus. Eine Rede, in: Ziel, Bd. IV, S. 175-178; hier S. 176.
[36] Ebd., S. 177.
[37] Brief Hillers an Wegner vom 5. 9. 1919.
[38] Wegner: Fällst du, umarme auch die Erde oder Der Mann, der an das Wort glaubt, Wuppertal 1974, S. 25.
[39] Ebd. Nach Wegners Erinnerung studierten dort beide im Jahr 1910. Tatsächlich beendete Hiller sein Studium aber schon 1907.
[40] Ebd., S. 25f.
[41] Brief Hillers an Wegner vom 16. 12. 1952, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar.
[42] Brief Hillers an Wegner vom 23. 3. 1953, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar.
[43] Wegner: Mobilisierung, S. 128.
[44] Hiller: Krieg und Frieden. Zwiegespräch im Berliner Rundfunk, in: Sprung, S. 79-98; hier S. 80.
[45] Ebd., S. 88.
[46] Wegner in Kobler, S. 298.
[47] Brief Hillers an Wegner vom 27., 6. 1921, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar.
[48] Brief Wegners an Hiller vom 2. 9. 1921, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar.
[49] So Rooney über Teile von Wegners Ausdrücken in seiner Prosa. Rooney: Leben, S. 225.
[50] Vgl. Wegners Rede „Die Verbrechen der Stunde – die Verbrechen der Ewigkeit“, die er mit dem Hinweis auf das „Gesetz der Gewalt“ von Anbeginn der Welt einleitet.
[51] Wegner: Fällst du, S. 25.