Über Martin Hagemeyer

 

Dem geschriebenen Wort war Martin Hagemeyer (Jahrgang 1978) von klein auf verbunden. Nicht nur dass man ihn schon als Bub selten ohne ein Buch in der Hand sah: Auch die eigene Produktion an einer klapprigen Kinderschreibmaschine ließ nicht lange auf sich warten. Im Laufe der Jugend sammelten sich Märchenhaftes, Geschichten und Kurzkrimis an.

Nach dem Abitur entschied Hagemeyer sich für ein Studium der Geschichte, Neueren deutschen Literaturgeschichte und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal, das er 2007 als Magister Artium abschloss - an seinen Seminararbeiten wurde vielfach insbesondere die sprachliche Gestaltung gelobt. Inzwischen hatte er zum Publizieren im weitesten Sinne das Internet für sich entdeckt; aber es dauerte noch eine Weile, bis Hagemeyer auf einen gewissen Leserkreis zählen konnte: als freier Mitarbeiter bei einer Stadtteilzeitung und bis heute für ein online erscheinendes Kulturmagazin. 2011 führte ihn ein Auftrag nach Hamburg, wo er für die deutschsprachige Slam-Zentrale myslam.de über die Poetry-Slam-Meisterschaften SLAM2011 berichtete.

Eine Neigung galt lange schon dem Theater, und das konnte nicht ohne kreative Folgen bleiben: Seinen Monolog eines Theaterkellners, der als Schauspieler gescheitert ist, brachte Hagemeyer sogar auf die Bühne (eine kleine). Live präsentiert er seine Texte schließlich charmant-verwirrt auch bei Poetry Slams, wo zeitkritische Verse ebenso zu Gehör kommen wie Kolumnen mit Witz und Tiefsinn. Und weil man seine Talente ja gelegentlich auch zum Geldverdienen einsetzen sollte, ist Martin Hagemeyer mittlerweile als Lektor tätig, schreibt Auftragstexte und ist beruflich weiterhin offen für vieles, was mit Texten zu tun hat.